Salzburger Volkskultur.friedenstage

St. Johanner Friedenstage 2014

Ernährungs(un)sicherheit und Welt(un)frieden
16. bis 18. Oktober 2014

 

--- Das Programm zum Download ---

 

Bei der Mehrzahl der derzeitigen rund 140 Konfliktherde der Welt geht es – neben der Instrumentalisierung von Religionen – zentral um das EINE Problem: die Verfügbarkeit von Nahrungs- und Futtermitteln. Dass Nahrung und die Grundlagen ihrer Produktion als Waffe und Instrumente von Kriegen „niedriger Intensität“ eingesetzt werden, wissen wir seit jeher: erst Bomben, dann Nahrungsmittel – oder auch nicht. Subtilere Strategie der Beherrschung kennen wir als (alte) oder Neue Grüne Revolution – mit Gentechnik.

Es ist ein Kampf gegen die Artenvielfalt – aber auch gegen die Vielfalt der Kulturen – ergo: ein schleichender Ethnozid – begleitet nicht selten von physischem Kampf gegen Kleinbauern und Indigene
Völker.

Dass die EU-Agrarpolitik da nicht unschuldig ist, wissen wir: das jüngste EU-Westafrika-Abkommen wird durch die Liberalisierung von Produktion und Handel zu einer Verschärfung der Landflucht und zur weiteren Massenverarmung mit fortgesetzten Migrationsschüben nach Westeuropa führen!

Aber: Es regt sich auch Widerstand gegen diese sanften und aggressiven Konflikt- und Kriegsformen.

Und es keimt das Positive zunehmend auf: in weiten Teilen der Zivilgesellschaft, hier wie dort. In Form forcierter klein- und mittelbäuerlicher Ökologisierung und des Biolandbaus. Im Zuge dessen wird eine neue zeitgemäße Agri-Kultur gestärkt und ausgeweitet.

Die Friedenstage St. Johann 2014 widmen sich dem skizzierten Gesamtkomplex mit kritischen Analysen und Reflexionen – und mehr noch den positiven Entwürfen, Praktiken und eigenen Handlungsmöglichkeiten
einer ernährungsbewussten Friedenskultur.

Zielsetzung

Ziel muss eine Gesellschaft sein, die von Gerechtigkeit und Solidarität geprägt ist. Es könnte auch mit Gemeinwohl („bonum comune“) bezeichnet werden, wenn das Potential einer „neuen“ Friedenskultur diskutiert wird. Dazu möchten die Veranstalter herzlich einladen. 

„Sourverän ist nicht, wer viel hat, sondern wenig braucht.“ (Niko Paech)

Projektteam 

Dr. Josef Dengg (Rechtsanwalt, St. Johann)
Dr. Hans Eder (Verein INTERSOL, Salzburger Bildungswerk)
Dr. Lucia Luidold (Land Salzburg, Referat Volkskultur)
Susanne Prommegger (Volksschule St. Johann)
Mag. Ernst Reppnig (Pfarre St. Johann)
Mag. Richard Reicher (Kultur:Plattform)
Karin Schönegger (Gemeinde St. Johann)
Hildegard Stofferin (Pfarre St. Johann, Indien-Gruppe)
Josef Thurner (Gemeinde St. Johann)
Berta Wagner (Forum Salzburger Volkskultur)

Information 

Die Veranstaltungen können ohne vorherige Anmeldung und kostenlos besucht werden.
Veranstaltungsort: Kultur- und Kongresshaus am Dom
Zimmer: Tourismusverband St. Johann, Ing. Ludwig Pechstraße 1
Tel. +43 6412 6036, www.stjohann.co.at

Kontakt:

Gemeinde St. Johann:
Karin Schönegger, +43 6412 8001-31

Salzburger Volkskultur:
Berta Wagner, +43 662 8042-3062

Verein INTERSOL:
Dr. Hans Eder, +43 662 872691-20

Tagungsbüro:
während der Friedenstage, + 43 664 1413317

St. Johanner Friedenstage